Mittwoch, 3. Oktober 2012

FOOD aka. mein "Essverhalten"

Dieser kleine Alnatura Haul von dm ist nun endlich der Anstoß um mal was zum Thema loszuwerden...

Auf dem Bild seht ihr: einen Cashew Krokant Riegel, welchen ich sehr liebe und immer wieder kaufe! Einen Oliven Aufstrich, teste mich noch querbeet durch verschiedene Sorten, Soja Drink Schoko - zum ersten mal probiert, nahezu begeistert weil er wirklich keinen starken "Getreidegeschmack" hat :) & die Veggie-Bifi ♥ lange erwartet und nun hat sie unser dm auch im Sortiment.

Wie vielleicht einige schon mitbekommen haben, ernähre ich mich seit geraumer Zeit vegetarisch. Ich habe das Glück, das Datum "seit wann" genau benennen zu können, da es mit dem Kauf von TIERE ESSEN einherging. Das Buch kaufte ich am 14.03.12 - also schon über ein halbes Jahr her... (lustig wie die Zeit vergeht). Ich kaufte es mir, weil J.S.Foer einer meiner Lieblingsautoren ist und ich dachte, wenn dieser tolle Mensch nun ein so seriöses Buch schreibt sollte ich es vielleicht lesen! Ich wartete eigentlich nur noch auf die deutsche Taschenbuch Fassung, ich wollte sein Buch diesmal nicht auf englisch lesen da ich wirklich JEDES WORT und somit den ganzen Sachverhalt verstehen wollte. Ich wusste auch, dass sich mit dem Lesebeginn irgendwas ändern wird... aber ich fing an zu lesen!

Zum Buch möchte ich garnicht wirklich viel sagen, es wurde schon soviel gesagt und das meiste entspricht auch meinen Gedanken! Es ist ein tolles Buch, das habe ich von jedem gehört der es las! Nicht alle lebten nach dem Lesen vegetarisch, oder gar vegan - aber eben DAS ist es, was das Buch ausmacht! Es ist keine bekehrende Vegetarierbibel, es werden lediglich Fakten geschildert die wir alle kennen, vor denen wir jedoch gerne die Augen verschließen. Ich halte mich nicht für dumm, habe es aber bis dato nie geschafft eine Reportage über ähnliche Themen zu sehen, da ich es schlicht ergreifend nicht verarbeiten kann. Mit Worten klappte dies sehr viel besser, dennoch entstanden Bilder in meinem Kopf die mich dazu bewegten meine Ernährung zu überdenken.

Ich lebe noch immer zuhause bei meinen Eltern und das Essen, welches es hier gibt ist nicht grad gesund - sagen wir es mal so. Mein Vater hat Schichtdienst, mein Bruder und ich verschiedene Schulzeiten - somit fand auch nie ein 'geregeltes' Essen statt. Ich konnte das Essen zuhause garnicht mehr genießen und empfand keinen Spaß mehr daran, wobei Essen mir eigentlich sehr viel Genuss und Freude bereitet. Mit dem Entschluss vegetarisch zu leben änderte sich einiges - überraschenderweise zum positiven! Meine Mutter ist weiterhin davon begeistert und ihr macht es Spaß vegetarisch zu kochen - seitdem "kocht" sie auch öfter. Ich habe seitdem mehr Spaß am essen und vermutlich lebe ich auch gesünder. Wie so vieles braucht natürlich auch so eine Umstellung ihre Zeit. Ich fiel oft noch auf all die "Gelantine" Fallen rein (Ihr könnt euch nicht vorstellen worin überall tierisches verwertet wird, das hätte mich auch vor der Umstellung sehr verwirrt!) und gelegentlich passiert es mir immer noch. Es ist aber etwas, dass ich strikt sehen möchte. Also gehören all jene Gummibärchen & Co. auch nicht auf den Speiseplan. In meinem Freundeskreis fällt es mir manchmal schwer, ich habe nun seit den ganzen Monaten nicht einmal Fleisch vermisst - Ich würde es geschmacklich vermutlich immer noch sehr mögen, aber MÖCHTE nunmal nicht mehr! Ich ertappe mich hin und wieder mich vor Fleischessern 'schuldig' zu fühlen, aber dafür hasse ich mich dann nahezu, es war meine Entscheidung und ein Fakt ist - ich fühle mich sehr wohl dabei. Dennoch akzeptierten die größten Fleischliebhaber die ich kenne, alle diesen Schritt!

Wenn es mir möglich ist, koche ich gern zusammen mit meinem Freund, welcher nun schon lange vegetarisch lebt und einfach die Kniffe raus hat. Ein neues Thema für mich ist somit aber auch der Veganismus. Leute wie die Zombiekatze (het-heksje.blogspot.de) schreiben auf ihrem Blog wohl informiert, verständlich, seriös und aufrichtig über dieses Thema - wofür ich den größten Respekt empfinde. Dennoch begegnen mir viel zu oft Menschen die eine Radikalität ausstrahlen, welche nicht mehr feierlich ist. Man hat Menschen noch nie durch radikales Verhalten erreicht, man muss auf einer anderen Ebene ansetzen und was liegt bei diesem Thema näher als das ESSEN ?! :)

Als Fazit ist zu sagen, dass ich diesen Schritt bisher nie bereut habe - dennoch oft noch ungesund mampfe! Zeitlich ist es oft einfach nicht drin wer weiß wie zu kochen, also muss das Sojaschnetzel in die Pfanne! Ich habe aber den großen Wunsch meine Essgewohnheiten durchaus noch zu verbessern ;) und weiß dass der größte Schritt in diese Richtung eine eigene Wohnung / Küche / Kühlschrank ist!

Vielleicht war dies für den einen oder anderen mal ganz informativ.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen