Montag, 19. Juli 2010

TATTOO (Erfahrungsbericht).

So meine Lieben, da es ja doch Interessenten für meinen TATTOO "Erfahrungsbericht" gibt werd ich mal starten :)

Da es so übersichtlicher ist werde ich alles in folgende Kategorien aufteilen - IDEE & PLANUNG, TATTOOSTUDIO / KOSTEN, SCHMERZ, GLÜCKLICH?

IDEE & PLANUNG:
Seit ich 16/17 bin festigte sich mein Wunsch nach einem Tattoo, meine Eltern damals noch wenig davon begeistert konnten letztendlich als ich 20 wurde nichts mehr daran ändern. Nur mal um zu zeigen wie 'lange' ich mir Gedanken gemacht habe denn ich hätte ja auch dicke schon mit 18 gekonnt. Am Anfang wollte ich eine Textzeile aus einem Song meiner damaligen Lieblingsband, die Idee wuchs und ein ganzes Piratenschiff sollte meinen Rücken zieren :D Letztendlich wurde es ein nichtmal 5x10cm großer Schriftzug am Handgelenk. Das wirkliche Tattoo war dann aber fast schon aus einer 'Laune' raus entstanden, ich hatte damals viel erlebt - schönes & schlimmes - und wollte ein Zeichen für mich und das größte Gefühl was ich fühlen kann setzen. Jetzt, 2 Jahre später war es nicht anders. Ich habe gelernt 'Tattoowünsche' ein wenig abzuwarten und abzuwiegen ob es wirklich etwas für die Ewigkeit ist. Mein größter Rat an alle ist dann einfach das euch das Motiv wirklich etwas bedeutet. Ob es eure Leidenschaft darstellt, ein Gefühl oder für einen Menschen gedacht ist - IHR müsst euch darin wieder-finden/erkennen & das auch noch mit 80 Jahren.

TATTOOSTUDIO / KOSTEN:
Mein erstes Tattoo habe ich in einem Studio machen lassen das ich durch Bekannte kannte. Ich fand das Studio schick und es war wirklich ordentlich & hygienisch - mehr zählte für mich zu Beginn nicht wirklich. Ich hab meine Tattoowiererin kennengelernt und fühlte mich bei Ihr gut aufgehoben. Damals bekamm ich 20€ Rabatt da ich den Besitzer kannte und hab mich tierisch gefreut. Mittlerweile empfinde ich genau dieses Studio als fast schon 'korrupt'. Wohlfühlen war da nicht gerade angesagt und das Geld stand dem 'Chef' bis zum Hals. Ich wollte nicht weiter in diesen Laden investieren zumal es wirklich wichtig ist das IHR euch dort wohlfühlt. Es geht nicht darum Geld zu machen, sondern Menschen einen Wunsch künstlerisch zu erfüllen. Meine Tattoowiererin sah das genauso und wechselte ebenfalls das Studio. Nun für's zweite Tattoo bin ich ihr hinterhergereist und habe somit ein neues Studio gefunden indem die Atmosphäre garnicht mit dem anderen zu vergleichen war - herzallerliebste Menschen die an dir & deinen Ideen interessiert sind. Die Kosten wurden mehr aber das Tattoo wurde auch größer. Ich habe jetzt 250€ bezahlt und das ist ein ordentlicher Batzen & wie ich finde auch ein weiterer Grund sich so ein Tattoo genau zu überlegen.

SCHMERZ:
Zuerst einmal sollte man immer davon ausgehen das es schmerzt, denn ansonsten sollte man vielleicht besser in einen Freizeitpark fahren - ich mein da ritzt ja schließlich jemand in eurer Haut rum. Mit dem Gedanken ging ich damals auch los und empfand der Schmerz am Handgelenk als 'tattoogerecht' und nicht übertrieben schlimm wie mir manche vorspukten. Es war das Gefühl einer Nadel die auf & in deiner Haut ritzt. Allerdings saß ich am Freitag deutlich verkrampfter auf dem Tattoo-Stuhl. Mein zweites Tattoo befindet sich zwischen den Schulterblättern - somit zum Teil auch auf der Wirbelsäule. Die Tortur hat 2 Std gedauert und in diesen 2 Std habe ich mir einen passenden Schmerzvergleich überlegt - es hat sich angefühlt als würde mir jemand den Rücken mit Benzin einreiben, anzünden & dann mit einem spitzen Messer drin rumritzen. Verzeihung :') Ich möchte damit keinem die Freude an einem Tattoo vermiesen - sondern einfach stinke ehrlich sein. Ich hab mir ebenfalls gedacht wie dumm und sadistisch man ist das man sowas mit sich machen lässt und auch der Gedanke 'nie wieder!' flog mir durch den Sinn. Was nach dem Schmerz folgt lest ihr nun...

GLÜCKLICH ?:
JA! & STOLZ WIE OSCAR! so fühlt man sich danach! Jeder kennt die fiesen Lebenslagen die man manchmal erlebt und sich denkt nichts hat mehr einen Sinn, doch kaum scheint die Sonne wieder ist man stolz es geschafft zu haben und wieder um eine Erfahrung reifer. Ich möchte jetzt das tättoowieren auch nicht mit dem Leben an sich vergleichen, ABER für mich kann ich sagen das sich der 'Schmerz', der ja nun auch individuell variiert, gelohnt hat... & spätestens am Morgen danach überlegt man wieder was noch so den Körper verzieren könnte :) Ein Fakt ist aber auch das ich für olle Würfel, Sterne, Kirschen, Tribals - kurz = Trendmüll, solche Schmerzen NICHT in Kauf nehmen würde denn für mich ist ein Tattoo etwas wirklich persönliches, was ich gerne zu mir als ALINE zählen möchte.


Ich hoffe dem ein oder anderen hilft meine Erfahrung vielleicht, wie gesagt es ist ein Pro & Contra wie so oft und lediglich meine Meinung die ich euch mitteilen wollte.

4 Kommentare:

  1. kannst du vielleicht bilder von den tatoos posten? :-)

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  2. ich hätte auch zu gerne ein paar fotos gesehen.
    und "in der haut rumritzen" hört sich echt brutal an..:D ich denke aber ich werde mir keins machen lassen..^^
    ich finde das passt nicht so zu mir und unbedingt brauch ich das nicht :P
    aber ich finds cool dass du dich dazu entschieden hast. was genau steht denn jetzt auf deinem handgelenk?
    xoxo samira <3

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  3. Sehr schöner Eintrag :) Ich selbst überlege zur zeit mir ein Tattoo stechen zu lassen. Einen Schriftzug über meine Brust bzw. auch schlüsselbeine und das muss sehr wehtun denke ich mir.
    Eine Freundin von mir hat sich vor ein paar Tagen tätowieren lassen und ich war mitgekommen, das nimmt einem alle male eine menge angst schonmal weg, weil man einfach sieht wie das dann alles gemacht wird.

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